WordPress 7.0 — Die wichtigsten Neuerungen für kleine und mittelständische Unternehmen im Überblick
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WordPress 7.0 — Was das größte Update seit Jahren für Ihr Unternehmen bedeutet

11. März 2026 · Thomas Peter

WordPress 7.0 erscheint am 9. April 2026 und bringt Echtzeit-Zusammenarbeit, ein modernisiertes Backend, neue Design-Blöcke und KI-Infrastruktur. Was bedeutet das konkret für Unternehmen, die ihre Website selbst betreuen?

Sie betreuen Ihre Website selbst. WordPress 7.0 wird Ihren Alltag verändern.

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen abends am Laptop. Eigentlich wollten Sie nur schnell einen neuen Blogbeitrag veröffentlichen. Aber dann brauchen Sie noch ein passendes Bild, einen Alt-Text für Google, eine Zusammenfassung für Facebook, die mobile Darstellung passt nicht — und ehe Sie sich versehen, ist es halb elf und Sie haben immer noch keinen Titel, der funktioniert.

Oder ein anderes Szenario: Ihr Texter hat einen Entwurf geschickt. Per E-Mail. Als Word-Dokument. Sie schicken Korrekturen zurück. Der Texter überarbeitet, schickt Version 2. Sie haben Anmerkungen, aber diesmal per WhatsApp. Irgendwann gibt es fünf Versionen, drei Kanäle und niemand weiß mehr, welche Datei die aktuelle ist.

Wenn Ihnen eine dieser Situationen bekannt vorkommt, sollten Sie weiterlesen. Denn genau solche Abende und genau solche Abstimmungsschleifen werden mit WordPress 7.0 deutlich kürzer.

Am 9. April 2026 erscheint die neue Version — pünktlich zum WordCamp Asia 2026 Contributor Day. Und es ist das größte WordPress-Update seit der Einführung des Gutenberg-Editors 2018. Nicht wegen eines einzelnen Features, sondern weil sich gleich mehrere Dinge grundlegend ändern: wie Teams zusammenarbeiten, wie das Backend aussieht und sich anfühlt, welche Design-Möglichkeiten Sie ohne Plugins haben — und ja, auch wie WordPress mit KI umgeht.

Aber bevor jetzt Erwartungen durch die Decke gehen: WordPress 7.0 wird Ihre Website nicht über Nacht in eine Verkaufsmaschine verwandeln. Es liefert keinen einzigen neuen Kunden — jedenfalls nicht automatisch. Was es liefert, ist etwas, das für Unternehmen, die ihre Website selbst pflegen, vielleicht sogar wertvoller ist: weniger Reibung im Alltag.

Der Kontext: Warum dieses Update anders ist

WordPress bekommt jedes Jahr mehrere Updates. Meistens merken Sie davon nichts. Ein paar Kleinigkeiten im Editor, eine Sicherheitsverbesserung, vielleicht ein neues Standard-Theme. Geschäftlich irrelevant.

2025 war ein schwieriges Jahr für WordPress. Der Rechtsstreit zwischen Automattic (dem Unternehmen hinter WordPress.com) und WP Engine hat die Entwickler-Community durcheinandergewirbelt. Executive Director Mary Hubbard musste eine unbequeme Entscheidung treffen: Statt der geplanten drei großen Releases gab es nur zwei — WordPress 6.8 im April und 6.9 im Dezember. Die Weiterentwicklung stockte.

WordPress 7.0 ist die Antwort auf dieses Stocken. Es markiert die Rückkehr zu einem stabilen Drei-Release-Rhythmus — 7.0 im April, 7.1 voraussichtlich im August, 7.2 im Dezember. Und es bringt Neuerungen in vier Bereichen, die zusammen einen echten Unterschied machen:

  1. Zusammenarbeit — mehrere Personen arbeiten gleichzeitig an einer Seite
  2. Design & Editor — neue Blöcke, bessere Responsivität, visuelle Revisionen
  3. Backend-Modernisierung — frisches Design, flüssigere Navigation, bessere Schriftverwaltung
  4. KI-Infrastruktur — die Grundlage für intelligente Werkzeuge, die kommen werden

Schauen wir uns jeden Bereich an. Konkret, ehrlich, ohne Hype.

1. Echtzeit-Zusammenarbeit: Das Ende des Dokument-Pingpongs

Für mich persönlich ist das die wichtigste Neuerung in WordPress 7.0. Nicht weil sie technisch am beeindruckendsten ist, sondern weil sie ein Problem löst, das jeder kennt, der mit anderen Menschen an einer Website arbeitet.

Gemeinsam bearbeiten — in Echtzeit

WordPress 7.0 markiert den offiziellen Start von Phase 3 des Gutenberg-Projekts: Kollaboration. Seit dem Gutenberg-Launch 2018 arbeitete WordPress an vier Phasen — Editing, Customization, Collaboration und Multilingual. Phase 3 beginnt jetzt, und sie verändert grundlegend, wie Teams Inhalte erstellen.

Mehrere Benutzer können ab sofort gleichzeitig an derselben Seite oder demselben Beitrag arbeiten. In Echtzeit. Ähnlich wie bei Google Docs sehen Sie die Cursor der anderen Personen und können Änderungen live mitverfolgen.

Was das im Alltag bedeutet: Wenn Sie und Ihr Texter an einem neuen Seitentext arbeiten, öffnen Sie beide denselben Beitrag im WordPress-Editor. Der Texter schreibt, Sie sehen seine Änderungen sofort. Sie korrigieren einen Satz, er sieht es in Echtzeit. Kein Hin-und-Her-Schicken von Dateien. Kein „Welche Version ist die aktuelle?“. Kein Medienwechsel.

Notizen direkt am Inhalt

Dazu kommen Notizen — ein Feature, das in WordPress 6.9 eingeführt und in 7.0 deutlich verbessert wurde. Sie können einen Absatz, einen Satz oder sogar ein einzelnes Wort markieren und einen Kommentar hinterlassen. Direkt im Editor, direkt dort, wo er hingehört.

Es gibt jetzt auch einen Tastaturkürzel für neue Notizen und die Notizen werden in Echtzeit synchronisiert. Kein „Schau mal Seite 3, dritter Absatz“ mehr per E-Mail. Stattdessen: eine Anmerkung genau an der Stelle, die gemeint ist. Für jemanden, der seine Website mit einem Texter, einem Designer oder mit mir betreut — ein riesiger Effizienzgewinn.

Offline und trotzdem synchron

Selbst wenn Sie mal unterwegs mit schlechtem Empfang arbeiten: WordPress synchronisiert Ihre Änderungen automatisch, sobald die Verbindung wiederhergestellt ist. Die Standard-Synchronisation läuft über HTTP-Polling — eine Methode, die auf jedem Hosting funktioniert, auch auf Shared Hosting. Wer noch flüssigere Zusammenarbeit will, kann bei einem Hoster mit WebSocket-Unterstützung minimal schnellere Reaktionszeiten bekommen. Aber auch ohne das: Es funktioniert.

Für die Beta-Phase ist Echtzeit-Kollaboration opt-in — Sie müssen die Funktion bewusst aktivieren, um sie zu testen. In der finalen Version wird sie standardmäßig verfügbar sein.

2. Design und Editor: Mehr Möglichkeiten ohne Plugins

WordPress 7.0 bringt eine ganze Reihe von Verbesserungen im Editor, die einzeln klein wirken, zusammen aber Ihren Arbeitsalltag spürbar verändern. Besonders wenn Sie Ihre Website selbst gestalten und pflegen.

Visuelle Revisionen — endlich sehen, was sich geändert hat

Das ist einer dieser „Warum gab es das nicht schon immer?“-Momente. Bisher funktionierte das Revisionssystem in WordPress so: Sie klickten auf „Revisionen“ und bekamen eine textbasierte Gegenüberstellung zweier Versionen. Eingefügter Text grün, gelöschter Text rot. Bei einem reinen Textbeitrag okay. Aber bei einer gestalteten Seite mit Bildern, Spalten und Layout? Unbrauchbar.

WordPress 7.0 zeigt Revisionen jetzt visuell — direkt im Editor. Sie sehen auf einen Blick, wie die Seite vorher aussah und wie sie jetzt aussieht. Wenn jemand versehentlich ein Bild gelöscht, ein Layout verschoben oder einen ganzen Abschnitt umgebaut hat, erkennen Sie das sofort — und können mit einem Klick zurückgehen. Derzeit funktioniert das für Seiten. Für Beiträge soll es in einer zukünftigen Version nachgezogen werden.

Neue Blöcke: Breadcrumbs, Icons und mehr

Drei neue Blöcke verdienen besondere Aufmerksamkeit, weil sie Funktionen ersetzen, für die Sie bisher ein separates Plugin brauchten:

Breadcrumbs-Block. Breadcrumbs sind die kleinen Navigationspfade oben auf Seiten — „Startseite > Leistungen > Webdesign“. Google liebt sie, weil sie die Seitenstruktur verdeutlichen. Besucher schätzen sie, weil sie Orientierung geben. Bisher brauchten Sie dafür Yoast SEO, ein spezielles Breadcrumb-Plugin oder eigenen Code. Jetzt ist es ein nativer Block, den Sie per Drag-and-drop in jede Vorlage ziehen können. Er unterstützt auch Archivseiten, 404-Seiten, Suchseiten und Paginierung.

Icons-Block. SVG-Icons direkt einfügen — ohne Plugin, ohne Code. Die Bibliothek ist noch nicht so umfangreich wie Font Awesome, aber sie deckt die gängigsten Icons ab, die Unternehmen brauchen. Farbe, Größe und Hintergrund lassen sich direkt in den Block-Einstellungen anpassen.

Heading-Block-Varianten. Überschriften (H1 bis H6) sind jetzt eigenständige Block-Varianten mit eigenen Stilen und Icons. Sie können „Heading 2″ direkt über die Block-Suche einfügen — schneller und intuitiver als bisher.

Cover-Block mit Video-Hintergründen

Der Cover-Block — einer der beliebtesten Blöcke für Hero-Sektionen und Banner — kann jetzt Video-Embeds als Hintergrund verwenden. Sie laden ein Video hoch, WordPress kümmert sich um die Schleife, und Sie legen Text, Buttons und andere Blöcke darüber. Für Startseiten, Landingpages oder Aktionsseiten ein starkes Werkzeug. Bisher brauchte man dafür Elementor oder ähnliche Page Builder — jetzt geht es mit Bordmitteln.

Gallery-Block mit Lightbox

Ihre Bildergalerien öffnen sich jetzt in einer eingebauten Lightbox, wenn Besucher auf ein Bild klicken. Vollbild, sauber, ohne Plugin. Für Fotografen, Handwerker mit Projektgalerien oder Restaurants mit Speisebildern — ein kleines Feature, das professionell wirkt.

Responsives Grid und Viewport-Sichtbarkeit

Der Grid-Block ist jetzt responsive-fähig — Raster-Layouts passen sich automatisch an verschiedene Bildschirmgrößen an, ohne dass Sie dafür CSS schreiben müssen.

Und die Viewport-basierte Block-Sichtbarkeit (eingeführt in 6.9, erweitert in 7.0) erlaubt Ihnen, einzelne Blöcke gezielt für bestimmte Bildschirmgrößen ein- oder auszublenden. Ein großes Infobild, das auf dem Desktop toll aussieht, aber auf dem Smartphone stört? Ausblenden für Mobilgeräte — ein Klick, kein Code. Mit integrierter Vorschau, damit Sie nicht raten müssen, wie es aussieht.

Per-Block Custom CSS

Für alle, die gelegentlich ein Detail feinjustieren wollen: WordPress 7.0 erlaubt individuelles CSS pro Block-Instanz. Statt globale Stylesheets zu bearbeiten oder ein Child-Theme anzulegen, können Sie einem einzelnen Block über das Seitenleisten-Panel eigenes CSS mitgeben. Das klingt technisch, ist aber im Editor überraschend einfach.

Pattern-Bearbeitung: Spotlight und Isolated Mode

Wenn Sie mit Patterns arbeiten (wiederverwendbare Layout-Bausteine, die auf mehreren Seiten gleich aussehen), gibt es zwei neue Modi:

Spotlight Mode blendet alles außer dem aktuell bearbeiteten Pattern aus. Kein Scrollen, kein Ablenken — Sie sehen nur das, woran Sie gerade arbeiten.

Isolated Editor Mode öffnet synchronisierte Patterns, Template-Teile oder Navigationsblöcke in einem eigenen Editor-Fenster. Sie können Layout und Struktur ändern, ohne versehentlich andere Seitenelemente zu verschieben.

3. Das Backend wird modern — und das merken Sie sofort

Das WordPress-Dashboard hat sich in den letzten zehn Jahren kaum verändert. In der Zwischenzeit ist die Welt um es herum weitergelaufen. WordPress 7.0 holt auf.

Frisches Farbschema und flüssigere Navigation

Das Dashboard bekommt ein neues Standard-Farbschema, aktualisierte Typografie und ein insgesamt aufgeräumteres Erscheinungsbild. Das klingt nach Kosmetik — aber es steckt mehr dahinter.

Das Entscheidende sind die View Transitions: Wenn Sie zwischen verschiedenen Seiten im Backend navigieren, gibt es keinen harten Seitenneuladen mehr. Stattdessen gleiten Elemente flüssig ineinander über. Das Dashboard fühlt sich dadurch an wie eine moderne Web-App statt wie Software aus den 2010er-Jahren. Für jemanden, der täglich im Backend arbeitet, reduziert das die visuelle Ermüdung spürbar.

Font Library für alle Themes

Bisher war die eingebaute Schriftverwaltung nur in bestimmten Block-Themes verfügbar. WordPress 7.0 macht die Font Library für alle Themes zugänglich — auch für klassische Themes. Sie können Schriften hochladen, in der Vorschau ansehen und anwenden, ohne eine Zeile Code zu berühren und ohne ein extra Plugin zu installieren.

Für Unternehmen mit eigenen Marken-Schriften ist das ein großer Fortschritt. Ihre Typografie lebt jetzt direkt in WordPress — nicht verteilt über CSS-Dateien, CDN-Links und Plugin-Einstellungen.

DataViews: Moderne Listen statt alte Tabellen

Die altbekannten Tabellen im Backend — für Beiträge, Seiten, Medien — werden schrittweise durch DataViews ersetzt. Das ist eine modernere, flexiblere Ansicht mit Inline-Filterung, konsistenten Abständen und der Möglichkeit, Drittanbieter-Datentypen einzubinden. Für den Alltag heißt das: Sie finden Ihre Inhalte schneller, besonders wenn über die Jahre viele Beiträge und Seiten zusammengekommen sind.

Client-seitige Medienverarbeitung

Bisher hat Ihr Webserver die Arbeit übernommen, wenn Sie ein Bild hochgeladen haben: Zuschneiden, Komprimieren, verschiedene Größen erstellen. In WordPress 7.0 übernimmt Ihr Browser einen Teil dieser Last. Der Effekt: Bilder werden schneller verarbeitet, die Upload-Zeit sinkt, Ihr Server wird weniger belastet. Es werden auch modernere Bildformate und bessere Komprimierungsmethoden unterstützt. Besonders auf Shared Hosting — wo die meisten KMU-Websites laufen — ein spürbarer Vorteil.

Navigation-Block: Bessere mobile Menüs

Mobile Menüs richtig hinzubekommen war in WordPress bisher unnötig kompliziert. Der überarbeitete Navigation-Block in 7.0 macht Menüänderungen einfacher und zuverlässiger. Neu ist die Möglichkeit, Navigation-Overlays als Template-Teile zu gestalten — inklusive mobiler Overlays, die per Breakpoint gesteuert werden können. Sie gestalten Ihr Hamburger-Menü oder Full-Screen-Overlay einmal, speichern es als Vorlage und verwenden es auf der ganzen Website.

4. KI-Infrastruktur: Das Fundament für die Zukunft

Jetzt zum Thema, das die meisten Schlagzeilen macht — und das ich bewusst ans Ende stelle. Nicht weil es unwichtig wäre, sondern weil die Erwartungen oft größer sind als die Realität. Lassen Sie mich einordnen, was WordPress 7.0 bei KI wirklich liefert.

Was es ist: Infrastruktur, keine Fertigprodukte

WordPress 7.0 verwandelt Ihre Website nicht in einen KI-Assistenten. Was es macht: Es legt die Leitungen, damit KI-Dienste sauber angebunden werden können. Drei Bausteine sind zentral:

Connectors (Einstellungen > Connectors). Eine zentrale Verwaltung für KI-Anbieter. Sie hinterlegen Ihren API-Schlüssel für OpenAI, Anthropic (Claude) oder Google Gemini einmal, und jedes Plugin auf Ihrer Website greift auf diese Verbindung zu. Kein Schlüssel-Chaos mehr über zehn verschiedene Plugins verteilt.

WP AI Client. Eine einheitliche Schnittstelle, über die Plugins und Themes KI-Modelle ansprechen können — egal welcher Anbieter dahintersteckt. Vergleichen Sie es damit, wie WordPress den Datenbankzugriff standardisiert hat: Statt dass jedes Plugin seine eigene Verbindung baut, nutzen alle dieselbe Grundlage. Das Ergebnis: stabilere, günstigere und bessere KI-Plugins. Und Sie als Nutzer können den KI-Anbieter wechseln, ohne dass sich an Ihren Plugins etwas ändert. Echte Unabhängigkeit.

Abilities API. Ein zentrales Verzeichnis aller Funktionen Ihrer WordPress-Installation — lesbar für KI-Werkzeuge und Automatisierungstools. Stellen Sie sich vor, ein Assistent könnte Ihre Website analysieren und Ihnen sagen: „Sie haben ein Kontaktformular, aber keinen FAQ-Bereich — soll ich einen Entwurf erstellen?“ Das ist die Richtung. Heute noch Zukunftsmusik, aber die Grundlage wird jetzt gelegt.

Was heute schon funktioniert: Das AI Experiments Plugin

Neben der Infrastruktur gibt es das offizielle AI Experiments Plugin mit konkreten KI-Funktionen im Editor. Die nächste Version soll das Plugin in „WordPress AI“ umbenennen und erste Funktionen von Experimenten zu festen Features hochstufen.

Titel-Vorschläge. Auf Knopfdruck drei Varianten. Nicht immer perfekt, aber fast immer ein guter Startpunkt, der den Knoten im Kopf löst.

Alt-Texte für Bilder. Für mich persönlich eine der nützlichsten Neuerungen. Alt-Texte werden fast immer vergessen oder halbherzig ausgefüllt. Ein Klick, und Sie haben einen beschreibenden Text, den Sie nur noch kurz prüfen müssen. Gut für Barrierefreiheit, gut für SEO. Und seit Juni 2025 der European Accessibility Act in Kraft ist, wird Barrierefreiheit zunehmend zur gesetzlichen Pflicht.

Auszüge und Zusammenfassungen. Die KI liest Ihren Beitrag und erstellt automatisch einen Auszug — für die Blog-Übersicht, für Social Media, für die Meta-Description. Guter Ausgangspunkt, der manuell verfeinert werden sollte.

Bild-Generierung. Direkt im Editor Bilder per Textbeschreibung erstellen. Für ein schnelles Artikelbild brauchbar. Für professionelle Unternehmenswebsites empfehle ich weiterhin echte Fotografie oder gezielt erstellte Grafiken.

Review Notes. Die KI liest Ihren Beitrag und gibt Verbesserungsvorschläge zu Überschriften, Struktur und SEO. Wie ein Lektor, der einen schnellen Blick drüberwirft. Nicht immer treffsicher, aber als zweite Meinung enorm hilfreich.

Kontextbasierte Tags (in Arbeit). Passende Tags und Kategorien auf Basis Ihres Beitragsinhalts. Kommt in einer der nächsten Plugin-Versionen.

Was sich noch unter der Haube tut

Einige Änderungen, die Sie nicht sehen, die aber Ihren Alltag beeinflussen:

Iframed Post Editor. Der Editor wird in WordPress 7.0 immer in einem sogenannten Iframe geladen. Das sorgt dafür, dass das, was Sie im Editor sehen, noch näher an dem liegt, was Ihre Besucher auf der fertigen Seite sehen. Weniger Überraschungen nach dem Veröffentlichen.

CodeMirror-Update. Die Code-Editoren im Backend (z.B. für CSS-Anpassungen) wurden aktualisiert. Relevanter für Entwickler, aber wenn Sie gelegentlich ein CSS-Snippet einfügen, profitieren auch Sie von besserer Syntaxhervorhebung.

Kein neues Standard-Theme. Anders als bei früheren Hauptversionen gibt es kein „Twenty Twenty-Six“-Theme. Der Fokus liegt stattdessen darauf, bestehende Block-Themes leistungsfähiger zu machen.

PHP- und Datenbank-Anforderungen steigen. WordPress 7.0 erfordert mindestens PHP 7.4 (empfohlen: PHP 8.2+), MySQL 8.0 oder MariaDB 10.6. Wenn Ihre Website bei einem seriösen Hoster liegt, ist das wahrscheinlich längst erfüllt. Wenn nicht, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, das zu prüfen — oder den Hoster zu wechseln.

Ehrliche Einschätzung: Was bringt Ihnen das wirklich?

Ich könnte Ihnen jetzt eine Liste mit zwanzig Vorteilen aufzählen. Mache ich nicht. Stattdessen die ehrliche Wahrheit:

WordPress 7.0 wird Ihren Umsatz nicht über Nacht steigern. Es ist kein Wundermittel. Es ersetzt keine guten Texte, keine durchdachte Strategie, keinen Menschen, der versteht, was Ihr Unternehmen braucht.

Aber es macht Ihren Alltag leichter. Spürbar leichter. Und das ist für jemanden, der seine Website neben dem eigentlichen Tagesgeschäft betreut, vielleicht mehr wert als jedes einzelne Feature.

Zusammenarbeit ohne Reibung. Wenn Sie mit jemandem an Ihrer Website arbeiten — mit mir, mit einem Texter, mit einem Mitarbeiter —, dann passiert das jetzt direkt in WordPress. Keine Umwege, keine Versionskonflikte, keine verlorenen Korrekturen in E-Mail-Anhängen. Das allein spart Stunden.

Weniger Plugins für Standardfunktionen. Breadcrumbs, Icons, Lightbox, responsive Sichtbarkeit, Schriftverwaltung — das brauchte bisher jeweils ein eigenes Plugin. Jedes Plugin ist ein potenzielles Sicherheitsrisiko, eine Wartungsaufgabe und eine mögliche Performance-Bremse. Wenn WordPress das nativ kann, wird Ihre Seite schlanker, schneller und sicherer.

Ein Backend, das nicht mehr aus der Zeit fällt. Wenn Sie täglich im Dashboard arbeiten, werden Sie die flüssigeren Übergänge, die bessere Übersicht und die aufgeräumtere Optik sofort bemerken. Kleine Dinge, die in Summe einen großen Unterschied machen.

Die Fleißarbeit wird weniger. Alt-Texte, Titel-Vorschläge, Zusammenfassungen — Aufgaben, die bisher liegen geblieben sind oder halbherzig erledigt wurden. Nicht weil es Ihnen egal war, sondern weil der Tag nur 24 Stunden hat. WordPress nimmt Ihnen davon einen Teil ab.

Zukunftssicherheit. Wer heute auf WordPress setzt, bekommt morgen KI-Funktionen dazu. Ohne Plattformwechsel, ohne Neubau. Die Infrastruktur ist da. Die Plugins werden kommen. Und der Drei-Release-Rhythmus 2026 zeigt, dass die Entwicklung wieder Fahrt aufnimmt.

Was ich für meine Kunden daraus mache

Sobald WordPress 7.0 stabil läuft, werde ich die Echtzeit-Kollaboration in meine Arbeitsabläufe integrieren — dort, wo sie das Hin-und-Her zwischen Ihnen und mir ersetzt. Die neuen Blöcke werde ich nutzen, um Plugin-Abhängigkeiten zu reduzieren und Ihre Website schlanker zu machen. Und die sinnvollen KI-Funktionen kommen dort zum Einsatz, wo sie echten Mehrwert bringen: Alt-Texte für bessere Barrierefreiheit und SEO. Zusammenfassungen für Social Media. Review Notes als Qualitätskontrolle.

Was ich nicht machen werde: blind KI-generierte Inhalte auf Ihre Website stellen. Jeder Text, jedes Bild, jede Empfehlung wird geprüft und angepasst. KI ist ein Werkzeug. Ein gutes Werkzeug. Aber ein Werkzeug ohne Handwerker dahinter liefert keine Qualität.

Was Sie jetzt tun sollten

Wenn Sie Ihre WordPress-Website selbst betreuen, sollten Sie drei Dinge vor dem 9. April klären:

PHP- und Datenbankversion prüfen. Loggen Sie sich in Ihr Hosting-Dashboard ein und schauen Sie, welche PHP-Version und welche MySQL/MariaDB-Version läuft. WordPress 7.0 braucht mindestens PHP 7.4 und MySQL 8.0 oder MariaDB 10.6. Ideal wäre PHP 8.2 oder höher. Falls Sie nicht wissen, wo Sie das finden — schreiben Sie mir, ich schaue kurz drauf.

Backup erstellen. Bevor ein großes Update kommt, sichern Sie Ihre Website. Wenn Sie ein Backup-Plugin nutzen, starten Sie es einmal manuell. Wenn Sie keines haben, ist jetzt der perfekte Zeitpunkt für die Einrichtung.

Nicht am Erscheinungstag updaten. Mein Rat bei jedem großen Release: Warten Sie zwei bis drei Wochen. Lassen Sie andere die ersten Kinderkrankheiten finden. WordPress 7.0.1 wird kommen — und das ist der Moment für ein sicheres Update.

Wenn Sie Fragen haben, wie WordPress 7.0 für Ihr Unternehmen relevant sein könnte — oder ob Ihre Website technisch bereit dafür ist — sprechen Sie mich an. 15 Minuten, kostenlos, unverbindlich. Ich schaue mir Ihre Situation an und sage Ihnen ehrlich, was Sinn ergibt. Wie immer.