Was kostet eine Website 2026? Eine ehrliche Antwort
Die Frage kommt fast in jedem Erstgespräch, meist bevor ich weiß, was der Betrieb eigentlich macht: „Und was kostet so eine Website?“ Ich verstehe das. Niemand will zwei Stunden reden und dann merken, dass die Preisvorstellungen eine Null auseinanderliegen.
Also die Antwort zuerst. Bei mir kostet eine Website ab 3.000 € netto. Dazu kommen laufende Kosten für Domain, Hosting und Pflege. Wer mit einem Baukasten selbst baut, zahlt weniger Geld und dafür seine Abende. Wer eine Agentur beauftragt, zahlt meist deutlich mehr. Der Rest dieses Beitrags erklärt, warum.
So präzise wie „Was kostet ein Auto?“
Eine Seite für einen Elektriker mit fünf Unterseiten und Kontaktformular ist etwas anderes als ein Auftritt mit Terminbuchung, mehreren Standorten und Shop. Wer Ihnen einen Preis nennt, ohne zu wissen, was gebaut werden soll, rät. Oder er verkauft eine Schablone.
Eine Orientierung sollten Sie trotzdem haben, bevor Sie jemanden anrufen. Die Zeilen zu Baukasten, Freelancern und Agenturen sind grobe Richtwerte, wie ich sie am Markt beobachte, keine Preisliste. Meine eigenen Pakete sind konkret, alle Preise netto.
| Modell | Richtwert / Preis | Typisch für | Was Sie wissen sollten |
|---|---|---|---|
| Baukasten, selbst gemacht | Richtwert: wenige Euro bis ca. 40 € pro Monat | Kleine Visitenkarten-Seite, wenn Sie Zeit haben | Ihre Arbeitszeit ist der eigentliche Preis. Der Anbieter bleibt oft dauerhaft Ihr Hoster. |
| Freelancer | Richtwert: sehr breite Spanne, grob 1.500 bis 6.000 € | Individuelle Seiten ohne Agenturstruktur | Qualität schwankt stark. Fragen Sie nach Referenzen. |
| Agentur | Richtwert: häufig ab 8.000 €, nach oben offen | Größere Projekte mit mehreren Beteiligten | Mehr Overhead, oft mehr Abstimmung. Für kleine Betriebe häufig überdimensioniert. |
| Starter (70six) | ab 3.000 € | Solider Auftritt mit 3–5 Seiten, Kontaktformular, responsives Design | Für Betriebe, die gefunden werden und seriös wirken wollen. |
| Business (70six) | 5.500 € | Umfangreicher Auftritt, erweiterte Funktionalität, Content-Strategie, SEO-Grundlagen | Für Unternehmen mit mehreren Leistungen und Wachstumsplänen. |
| Individuell (70six) | auf Anfrage | Shops, Schnittstellen, mehrsprachige Seiten | Preis nach Aufwand, vorab mit festem Angebot. |
Meine Websites laufen auf WordPress und gehören Ihnen. Wenn wir uns irgendwann nicht mehr grün sind, nehmen Sie die Seite mit. Wie ich arbeite, steht auf der Seite Webdesign. Wer aus der Gegend kommt, findet unter Webdesign Aschaffenburg und Webdesign Mainaschaff noch ein paar Worte dazu. Ich sitze in Mainaschaff, ein Termin vor Ort ist am Untermain keine Weltreise.
Woran der Preis wirklich hängt
Am Umfang, klar. Fünf Seiten sind schneller gebaut als zwanzig, und jede Unterseite braucht Struktur, Text, Bilder und einen Test auf dem Handy.
Der Posten, der am häufigsten unterschätzt wird, sind aber Texte und Fotos. Eine Website ist nur so gut wie das, was auf ihr steht. Bringen Sie brauchbare Texte und ordentliche Fotos mit, sparen Sie spürbar. Wenn nicht, muss sie jemand machen. Das kostet Ihre Zeit oder mein Honorar.
Dann die Funktionen. Ein Kontaktformular ist schnell drin. Terminbuchung, Mitgliederbereich, Shop oder die Anbindung an Ihre Praxissoftware sind eine andere Liga, und das sieht man im Angebot.
Und SEO. Saubere Struktur, sinnvolle Überschriften, schnelle Ladezeiten: Das gehört bei mir in jede Seite, auch in die kleine. Eine Content-Strategie, die gezielt Suchanfragen aus der Region bedient, ist deutlich mehr Arbeit. Deshalb steckt sie im Business-Paket und nicht im Starter.
Was nach der Rechnung noch kommt
Der Einmalpreis ist nur ein Teil der Wahrheit. Die Domain kostet einen überschaubaren Jahresbetrag. Hosting kommt monatlich oder jährlich dazu. Hier wird gern an der falschen Stelle gespart: Ein Billig-Hoster macht die Seite langsam oder unsicher, und langsame Seiten verlieren Besucher, bevor die lesen, was Sie anbieten.
Dann die Pflege. WordPress braucht regelmäßig Updates für Kern, Theme und Plugins. Wer das liegen lässt, hat irgendwann eine Sicherheitslücke. Meine laufende WordPress-Pflege startet ab 89 € netto im Monat, monatlich kündbar. Was da genau drinsteckt, habe ich in einem eigenen Beitrag auseinandergenommen: WordPress-Pflege Kosten 2026.
Noch ein Posten, den viele erst auf der Rechnung sehen: Lizenzen. Manche Premium-Plugins und Themes kosten jedes Jahr wieder. Fragen Sie danach, bevor Sie unterschreiben.
Wer sich den Pflegevertrag sparen will, hat eine Alternative: eine statische Website. Keine Updates, kaum Angriffsfläche. Dafür ändern Sie Inhalte nicht mal eben selbst im Backend. Für einen schlanken Auftritt, der sich zweimal im Jahr ändert, ist das oft die klügere Wahl.
Woran Sie ein ehrliches Angebot erkennen
Festpreis oder Aufwandsschätzung, beides ist in Ordnung. Es muss nur draufstehen. Was ich für Quatsch halte, sind Preise ohne Leistungsbeschreibung. „Website ab 999 €“ sagt nichts, solange nicht dabeisteht, wie viele Seiten, wie viele Korrekturschleifen, ob Impressum und Datenschutz dabei sind und wer das Hosting einrichtet.
Zweiter Punkt: Wem gehört die Seite danach? Sie sollten Zugang zu allem haben, also Domain, Hosting, Inhalte, Backups. Lange Laufzeiten für Pflege oder Hosting sind ein Warnsignal. Wer von seiner Arbeit überzeugt ist, braucht keinen Zweijahresvertrag.
Fragen Sie nach dem Zeitplan. Bei mir dauert ein Projekt meist vier bis acht Wochen, und die größte Variable ist, wie schnell Texte und Bilder bei mir landen. Nicht die Technik.
Und wenn SEO im Angebot gar nicht vorkommt, fragen Sie nach, warum. Eine Seite, die niemand findet, ist ein teures Hobby. Bei einem Relaunch dürfen zudem bestehende Rankings nicht verloren gehen; dafür gibt es meine Relaunch-Checkliste mit Kosten und SEO.
Auffällig billige Angebote sind nicht automatisch unseriös. Fragen Sie nur, was dafür weggelassen wurde. Bei sehr teuren andersherum: Was ist drin, das Sie tatsächlich brauchen?
Rechnen Sie es einmal selbst durch
Ein Beispiel mit bewusst angenommenen Zahlen, kein Versprechen. Ihre Website kostet im ersten Jahr insgesamt 4.000 €, Erstellung plus laufende Kosten. Ein Neukunde bringt Ihnen im Schnitt 800 € Gewinn. Dann braucht die Seite fünf Kunden im Jahr, um sich bezahlt zu machen. Einer alle zweieinhalb Monate, den Sie ohne Website nicht bekommen hätten.
Ob das realistisch ist, hängt von Ihrer Branche, Ihrem Standort und davon ab, wie viele Mitbewerber zwischen Aschaffenburg und Miltenberg dasselbe anbieten. Setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein: Was verdienen Sie an einem neuen Kunden, wie viele Anfragen über das Internet sind plausibel? Garantieren kann ich nichts. Aber diese kleine Rechnung zeigt schnell, ob eine Website für Sie eine Investition ist oder nur ein Kostenpunkt.
Wenn Sie wissen wollen, welches Modell zu Ihrem Betrieb passt, schreiben Sie mir über die Kontaktseite. Ich schaue mir Ihr Vorhaben an und sage Ihnen, was nötig ist und was nicht. Manchmal ist die Antwort auch: weniger, als Sie dachten.